Alumnistimmen

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Bernard Aebi besuchte im Jahr 2020/2021 den CAS Agile Coach Studiengang an der IUE Hochschule Basel, welchen er erfolgreich absolvierte.

Lieber Bernard wie ist es dir in den Monaten des semi-virtuellen Studiengangs ergangen?

Das Studium kam für mich gerade zur richtigen Zeit. Verschiedene Aktivitäten wurden durch die weltweite Pandemie eingeschränkt womit ich mehr Zeit für eine Weiterbildung zur Verfügung hatte. Der Semi-virtuelle Studiengang war unter diesen Umständen eine optimal abgestimmte Alternative, um mit einem vernünftigen Aufwand doch noch den bestmöglichen Nutzen herauszuziehen. Gewisse Übungen konnten wir leider nicht durchführen, dafür waren die virtuellen Treffen in der Gruppe sehr eingespielt und stets spontan möglich.

Weshalb hast du dich für das CAS Agile Coach Studium an der IUE Hochschule entschieden?

Ich bin durch mein grosses Interesse am agilen Arbeiten und insbesondere an der Skalierung des Scrum Frameworks in die Rolle des Agile Coach gerutscht und wollte daher unbedingt mehr über diese Rolle erfahren, insbesondere in den mir bisher weitgehend unbekannten Fachgebieten der Psychologie und Neurobiologie.

Als erfahrener Agile Coach der SwissRe hast du mit Sicherheit einen holistischen Blick über die Notwendigkeit hinsichtlich der Art und Weise, wie wir miteinander arbeiten und wie wir agile Kollaboration gestalten sollen. Kannst du uns das etwas näherbringen?

Im Zentrum einer guten Zusammenarbeit steht immer der Mensch. Das ist in einem kleinen Unternehmen wie auch in einem Grosskonzern gleich. Der ideale Startpunkt einer agilen Kollaboration oder auch Transformation ist mit einem an der Materie interessierten Team (5-12 Personen). Mit kleinen, gezielten Verbesserungen in der Zusammenarbeit (z.B. besseres Zuhören), kann oft schnell ein erstes Resultat erzielt werden. Diese ersten, kleinen Erfolge kann man nutzen, überprüfen und kontinuierlich verbessern, sie auf andere Teams übertragen und anpassen, und daraus wieder lernen und wieder von Neuem beginnen. Ein Unternehmen kann noch so gross sein, im Endeffekt ist der Vorgang, bzw. der Lernprozess immer der gleiche. Immer wieder werden zwar Abkürzungen gesucht, aber bisher habe ich noch kein besseres Rezept gesehen, als diszipliniert und gewissenhaft den Weg des empirischen Lernens zu verfolgen.

Wie eingangs erwähnt, hast du den Studiengang erfolgreich abgeschlossen. Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus? Was hat sich seit deinem Abschluss im Januar 2021 getan?

Ich möchte das Gelernte noch mehr in meinem Alltag als Agile Coach einfliessen lassen. Oftmals überwiegt in meinem Umfeld der technische, prozess-orientierte Aspekt der Rolle, weshalb es viel Disziplin von mir verlangt, Zeit für Themen wie gegenseitige Wertschätzung, Respekt, Transparenz und Sicherheit zu reservieren. Sobald ein Thema oder Effekt nicht sofort messbar ist, läuft man Gefahr die Investition darin zu vernachlässigen. Doch gerade in der aktuellen Zeit ist es umso wichtiger, sich Zeit für das Schaffen von psychologischer Sicherheit und Vertrauen zu nehmen, damit man den Kontakt zu den Mitarbeitern nicht noch mehr verliert.

Was gibst Du neuen Studierenden oder Kursinteressierten der IUE Hochschule Basel mit? Hast du einen Tipp parat?

An der IUE Hochschule Basel kann man Fachwissen nicht nur lernen, sondern auch erleben und damit viel besser abspeichern und wiederverwenden. Es ist kein Spaziergang, aber welche guten Erlebnisse sind schon schnell und einfach zugänglich?

Ein wichtiger agiler Grundwert ist Mut. Habt Mut und probiert es aus. Ich bin sicher ihr werdet viele Erkenntnisse daraus ziehen können.
Wir bedanken uns bei Bernard Aebi für sein freundliches Feedback und wünschen ihm für die Zukunft viele Erfolge und alles Gute.
Es hat und grosse Freude bereitet, dich bei uns begrüssen zu dürfen!