Und es funktioniert…

Und es funktioniert…

Und genau so funktioniert Neuromarketing.

#Clubhouse

Genauer gesagt, genau so funkt und tickt unsere Amygdala und unser Nucleus Acumbens in genau solchen Situationen.

Was das alles bedeutet? Ich mache es kurz und einigermassen schmerzlos.

Denn ja, Sie wurden Opfer eines simplen Tricks Ihres Mittelhirns. Keine Sorge, das ist keine Schande und definitiv kein Zeichen minderer Intelligenz. Es macht Sie lediglich menschlich.

Für alle, die dem Streich noch nicht auf die Schliche gekommen sind: Es gibt leider keine Einladungen für die neue Social Media App, welche aktuell einem riesen Hype unterliegt.

Wenn Sie den Artikel jedoch bis zum Ende lesen, erhalten Sie dennoch ein richtiges Geschenk (mit etwas Glück).

Wie funktioniert das mit dem Hype um Clubhouse?

Eines der grundlegenden Bedürfnisse, welchem unser Cortex (Gehirn) nachgiert, ist das, was wir gemein als „Liebe, soziale Anerkennung, Wertschätzung“ bezeichnen würden.

Am Ende steht ein Hormon-Cocktail, nachdem unsere neuronalen Netzwerke extrem süchtig sind. Warum? Kurz: weil es uns zur wahren Effizienz verhilft, welche wir stets anstreben.

Und wissen Sie, was uns da draussen in der Realität enorm viel „Anerkennung“ bringt?

Genau: Wenn wir uns „besonders auserwählt“ fühlen. Oder noch besser: Wenn unser soziales Umfeld uns als eben dies wahrnimmt.

Soziale Anerkennung, definierte Erfolge, daraus resultierende Beliebtheit ist ein Bestreben, welches wir stets weit oben auf unserer Wunschliste des Lebens haben – auch wenn das die wenigsten so offen und ehrlich zugeben, ist es ja so verpönt.

Und nun stelle man sich folgendes Szenario vor:

I) Erhalte eine Einladung für #clubhouse

Das Zwischenhirn tickt aus vor Freude und spinnt sich die schönsten Oxytocin, Serotonin und Acetylcholin Drinks aus. Ergo, wir fühlen uns – aufgrund der Welle an Exklusivität/sozialer Anerkennung – extrem beflügelt.

II) Poste den Beweis dieser exklusiven Einladung auf LinkedIn

Du gibst an, wie beliebt, toll und bemerkenswert du doch sein musst, hättest du diese exklusive Einladung ja auch nicht erhalten. Die Reaktionen deine Follower werden natürlich deine Einschätzung bestätigen. „Wow, die wurde auch auserwählt?…dann muss die aber wichtig sein“.

PS: In Wahrheit ist es ratsam, denjenigen Menschen eine Einladung zuzusenden, welche einen Mangel an sozialer Anerkennung empfinden, ist das „Bedürfnis des Angebens“ umso höher (besser für die Reichweite von #clubhouse)

III) Du förderst den Hype und sprichst wohlwollend über diese neue Wunder-App.

Natürlich. Dein Gehirn (vor allem der Hippocampus unter Kommando der Amygdala) würden es nun nicht mehr wagen, diesen Exklusivitätsvorschuss zu kritisieren. „Man beisst nie die Hand die einen füttert“. Dies wird soweit getrieben, dass dein Verstand (der Prä-Frontale-Kotex) ab sofort unter Zensur gestellt wird. Programm: #clubhouse ist das beste Ding, Teil, App der Welt!

IV) Wem nützt es?

Clubhouse. Denn alle Punkte I-III dienen vor allem der Reichweite, dem Zuspruch und der einfachen Promotion durch soziologische Massenmanipulation. Ein genialer Marketing-Schachzug, könnte er glatt von Institut für Neuromarketing der IUE Hochschule Basel mit entwickelt sein. *zwinker*

Und genau das ist Neuromarketing

Du willst mehr über die Funktionen, Steuerungen, Manipulationen und Tricks unseres Gehirns wissen?

Dann empfehlen wir dir das CAS Neuromarketing (15 ECTS), welches Ende Februar 2021 beginnt.

Mehr Infos CAS Neuromarketing.

Aber du sollst nun nicht ganz leer ausgehen.

Unter allen Blog-Lesern, wollen wir nun drei echte und richtige Game-Changer Mitgliedschaften verschenken.

Einfach anfragen und Kommentar abgeben unter kooperation@iue-hochschule.ch.

Mehr Informationen zum Game Changer (Vereinsmitgliedschaft).

Prof. M.Sc. Psych. M.Sc. Soz. Johannes Baldauf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.